Opern-Streik: Streit um die Lyric Opera of Chicago

Chicago

Quelle: Robert Babiak jun. / pixelio.de

Fluglotsen planten einen Streik, Lehrer dürfen nicht streiken, sofern sie Beamte sind und etliche Mitarbeiter, die sich bessere Arbeitsbedingungen wünschen, fordern ihre Gewerkschaft ebenfalls dazu auf, mit einem Streik zu drohen. So auch im Fall des berühmten Opernhauses Lyric Opera of Chicago. Wie jetzt an die Öffentlichkeit drang, besteht die Gefahr, dass eben dieses Opernhaus bestreikt wird. Im Klartext würde dies natürlich ein Lahmlegen des Opernbetriebes nach sich ziehen.
Gleichwohl dürfte es nicht gerade auf der Haben-Seite des Image-Kontos der bei vielen Touristen berühmten Oper verbucht werden, wenn diese gerade zur Zeit ihres Aufenthalts die Pforten verschlossen hält. Amerikanischen Medienberichten zufolge sollen aber zunächst „nur“ zwei Veranstaltungen bestreikt werden. Bei einer davon handelt es sich um ein Gratiskonzert, bei der anderen hingegen um die Premiere der Saison gegen Anfang Oktober.

Worum geht es im Detail? Nun, ersten Infos zufolge geht es um die Verkürzung der Arbeitszeit pro Saison. Neben diesem Anliegen plante das Opernhaus wohl auch eine Kürzung des Arbeitslohns der Künstler. Interessanterweise wird allerdings der derzeit amtierende Geschäftsführer der Lyrik Opera of Chicago, William Mason, in absehbarer Zukunft von Anthony Freud abgelöst. Genau darauf scheint die Arbeitnehmerseite zu setzen und versucht dementsprechend die Veränderungen der Künstler-Verträge derart hinauszuzögern, dass Freud als Geschäftsführer der Ansprechpartner in den Verhandlungen sein wird. Neu sind besagte Differenzen jedoch nicht. Denn schon vor zwei Jahren gab es ähnliche Pläne und dementsprechende Kritiken, die nach Androhung eines Streiks aber in beiderlei Einverständnis streiklos beendet wurden. Man darf gespannt sein, wie es dieses Mal um die rund 8000 Künstler der Lyrik Opera of Chicago bzw. deren Lohn bestellt sein wird.

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