Bleibt Wowereit Kultursenator in Berlin? News & Pläne

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pixelio.de / tessa zimmer

Ich bin Kultursenator – und das ist gut so. Diesen Satz hat der amtierende Bürgermeister Berlins zwar nie gesagt, doch würde er ihn wohl unterschreiben. Dieser Tage ließ der in ganz Deutschland recht populäre Hauptstadtbürgermeister Klaus Wowereit verlautbaren, dass er sich erst nach der Wahl bzw. einer gewonnen Wahl im Berliner Abgeordnetenhaus erneut festlegen möchte, ob er weiterhin den Posten des Kultursenators wahrnehmen wird.

Wowereit selbst ist der Auffassung, dass es eine Menge guter Gründe dafür gebe, dass der jeweils amtierende Bürgermeister der Stadt gleichzeitig auch der Chef in kulturellen Angelegenheiten sei. Natürlich habe der jeweilige Koalitionspartner bei derartigen Entscheidungen immer ein Wörtchen mitzureden. Und wer weiß, vielleicht könnte es die SPD einiges an Zugeständnissen kosten, möchte sie (sofern man die Wahl erneut gewinnt) weiterhin den Posten des Kultursenators in ihren eigenen Reihen besetzen. Darüber hinaus muss darüber debattiert werden, ob es überhaupt zu einem eigenständigen Ressort im Bereich Kultur kommen wird. Dafür sprechen würde, dass die maximale Senatorenanzahl von acht auf zehn limitiert wurde.

In Berlin recht bekannte Persönlichkeiten der Kulturszene, allen voran der Direktor des Martin Gropius-Baus sowie der Leiter der Berliner Festspiele unterschrieben bereits eine von der Stiftung „Zukunft Berlin“ aufgesetzte Erklärung, in der man einen Senatsressort für Kultur und Stadtentwicklung fordert. Unterstützt wird besagter Antrag interessanterweise von der CDU wie der Linkspartei. Stellt sich die Frage, warum gerade diese beiden Parteien besagten Antrag für sinnvoll heißen, die Grünen und die SPD dahingehend aber zurückhaltender sind. Wowereit selbst gab bekannt, dass er sich bereits lange vor der Wahl für eine Erweiterung der Senatorenzahl eingesetzt habe und anderen Ressorts nicht weitere Aufgaben geben wolle. Man darf gespannt sein, wie es um besagte Anliegen nach der Wahl bestellt ist. Sicher ist, dass Berlin derzeit als eine der aufstrebenden Metropolen im Kultur-Bereich weltweit angesehen wird. Verspielen möchte und sollte man diesen Ruf in der Weltöffentlichkeit sicherlich nicht.

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